Am Genfer See endete Sisis Leben

Genf – Hotel Beau-Rivage – Genfer See

Genf wurde 1898 zur letzten Station im Leben Sisis. Nach einem Aufenthalt in der Kaiservilla von Ischl kam sie am 30. August in Territet bei Montreux am Genfer See an. Unterwegs hatte sie in Bayern einige Familienbesuche abgestattet. Der Genfer See (französisch: Lac Léman) ist nach dem Plattensee flächenmäßig der zweitgrößte Binnensee Europas, gemessen an der Wassermenge sogar der größte. Der wichtigste Zufluss dieses Sees ist die Rhône. An seinen Ufern liegen die Schweizer Kantone Genf, Waadt und Wallis, der Hauptanteil des Südufers gehört zu Frankreich.

Schon seit 1823 gibt es auf dem Genfer See Dampfschifffahrtsverkehr, Salonraddampfer seit 1875. Auf solch einem Schiff reiste die Kaiserin am 9. September von Montreux nach Genf, der Stadt am südlichen Ende des Sees. Sie war bei Baronin Rothschild zum Mittagessen eingeladen.

Die folgende Nacht verbrachte Kaiserin Elisabeth im Hotel Beau-Rivage, von wo aus sie am frühen Nachmittag des 10. September zusammen mit ihrer Hofdame Gräfin Irma Sztáray aufbrach, um das Linienschiff „Genève“ (das immer noch in Genf zu sehen ist) für ihre Rückfahrt nach Montreux zu erreichen. Elisabeth hatte das Angebot der Baronin Rothschild, deren Jacht zu benutzen, ausgeschlagen. Ein paar Schritte vom Dampfer entfernt wurde sie von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni mit einer angespitzten Feile niedergestochen.

Sisi konnte den Dampfer noch besteigen, und erst nachdem dieser abgelegt hatte, wurde man sich der Schwere der Verletzung bewusst. Es wurde eine blutende Brustwunde entdeckt. Da kein Arzt an Bord war, drehte das Schiff bei und kehrte zum Anlegesteg zurück. Im Hotel Beau-Rivage, wohin man sie auf einer improvisierten Bahre getragen hatte, verstarb Elisabeth um 14.40 Uhr nach einstündigem Todeskampf im Alter von 61 Jahren.

Auf halbem Weg zwischen dem Pont du Mont-Blanc (der Mont-Blanc-Brücke) und der Kreuzung zur Rue des Alpes erinnern eine kleine Bronzetafel am Geländer des Seeufers sowie eine Sisi-Statue in der Rotonde du Mont-Blanc auch heute noch an das Attentat von Genf. In der Suite der Kaiserin, im Hotel Beau-Rivage, werden einige persönliche Gegenstände Elisabeths und Erinnerungsstücke an ihren Todestag –darunter ein blutbeflecktes Seidenband – aufbewahrt. In der Basilika Notre Dame erinnert ein buntes Kirchenfenster mit Inschrift und Datum auf eine rührende Art an das Attentat: Die dargestellte heilige Elisabeth trägt die Gesichtszüge der Kaiserin von Österreich.

Tipp: Auf den Spuren der Kaiserin Elisabeth übernachtet man im Hotel Beau-Rivage. Das luxuriöse Haus am Quai du Mont-Blanc, 1865 von der Familie Mayer gegründet, befindet sich mittlerweile seit vier Generationen in deren Besitz.

 

Tipps

Information:

Genf Tourism
www.geneve-tourisme.ch


Genfer See
www.genferseegebiet.ch


Übernachtung:

Hotel Beau-Rivage
www.beau-rivage.ch

 

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Auch heute noch verkehren auf dem Genfer See mit viel Liebe renovierte historische Raddampfer – wie dieses Passagierschiff vor dem Hotel Beau-Rivage, wo Kaiserin Elisabeth am 10. September 1898 an den Folgen eines Attentats starb.
Im Genfer Hotel Beau-Rivage erinnert die Suite 120 an den Sterbetag der Kaiserin. Ein Kleid, ein Buch und andere persönliche Gegenstände Elisabeths sind hier zu sehen.
„Blumenuhr“ im Stadtzentrum der Uhrenstadt Genf, deren Sekundenzeiger mit 2,5 Metern der längste der Welt ist.
Ein Kirchenfenster der Basilika Notre Dame erinnert an den Tod der Kaiserin in Genf.