Durch Norditalien zum Mittelmeer
Meran Schloss Trauttmansdorff Madonna di Campiglio Levico Terme Schloss Miramare Triest
Von Oberösterreich aus kommt man wahlweise über den Reschenpass, das Timmelsjoch, den Jaufenpass oder den Brenner zum italienischen Teil der Sisi-Straße. Nördlichste Station sind Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran. 1870 und 1889 hatte Elisabeth von Österreich im milden Klima Südtirols überwintert. Wo sich heute das Tourismusmuseum befindet, hat die Kaiserin gewohnt. Eine Dauerausstellung erinnert daran. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff begeistern heute durch ihr mediterranes Flair, zum Beispiel mit dem nördlichsten Olivenhain Italiens und versammeln über 80 Gartenwelten sowie viele Kunst- und Erlebnisstationen. 2005 wurde die Anlage die europaweit zu den herausragenden Gärten zählt zum „schönsten Garten Italiens“ gekürt. Der "Sissi-Weg" führt vom Schloss zum Kaiserin-Elisabeth-Park und der marmornen Sisi-Statue in Meran.
Südlich von Meran liegt Madonna di Campiglio. Schon Kaiserin Elisabeth zählte zur illustren Schar der Gäste des beliebten Wintersportorts. Weiter südlich stößt man nur wenige Kilometer von Trient entfernt auf Levico Terme, eine Gartenstadt im Stil der k. und k. Donaumonarchie. Das Imperial Grand Hotel Terme diente schon der kaiserlichen Familie als Sommerresidenz. Auch Kaiserin Elisabeth hat sich hier aufgehalten. Levico Terme wurde durch sein arsen- und eisenhaltiges Wasser zu einem bekannten Kurort.
Von hier aus folgt man der Sisi-Straße über Padua und Venedig zur Adriaküste und zum Schloss Miramare. Das Schloss hatte Kaiser Franz Josephs Bruder Maximilian errichtet, der seit 1864 als Kaiser in Mexiko regierte, wo er 1867 hingerichtet wurde. Man entdeckt im Schloss verschiedene Hinweise auf mehrere Aufenthalte Franz Josephs und Elisabeths. Die Kaiserin hat sich von 1869 bis 1896 vor oder nach ihren Reisen über das Mittelmeer 14-mal hier aufgehalten. Nicht nur das Schloss (eine äußerst gut erhaltene historische Stätte), sondern auch der Schlosspark ist sehr sehenswert. Der südlichste Punkt der Sisi-Straße ist das in Sichtweite von Schloss Miramare gelegene Triest. Kommt man vom Schloss her in die malerische Hafenstadt an der Adria, sieht man vor dem Hauptbahnhof seit 1997 wieder auf das lange Jahre verschollene Elisabeth-Denkmal. Es erinnert an den Einsatz der Kaiserin für die Natur und Kultur. Die Austern, die auch Sisi so gerne aß, werden wie zu den Zeiten der Habsburger, heute jedoch mit Unterstützung der EU, im Golf von Triest gezüchtet.
Tipp: Auf der Sisi-Straße in Italien nächtigt man natürlich im Imperial Grand Hotel Terme in Levico Terme. Die Anwendungen im „Ressort & Spa Principessa Sissi“ reichen heute von der Hydrotherapie bis zur Behandlung von Managerstress.
In Griechenland: Sisis Achilleion auf der Insel Korfu
Von Triest aus fuhr Kaiserin Elisabeth übers Mittelmeer und nach Griechenland. Auf der Insel Korfu ließ sich die Kaiserin 1890 einen weißen Marmorpalast – das „Achilleion“ – errichten, wo sie sich bis 1898 immer wieder aufhielt. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. erwarb ihn 1907. Elisabeths griechischer Palast kann besichtigt werden.